Wenn Sie gesetzlich versichert sind...

Wenn Sie gesetzlich versichert sind, ist etwas mehr Aufwand mit der Beantragung der Psychotherapie verbunden. Als gesetzlich Versicherter haben Sie die Wahl unter allen Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten und können diese direkt mit Ihrer Versichertenkarte aufsuchen.

 

Die Kostenübernahme für eine Psychotherapie in einer Privatpraxis kann durch die gesetzliche Krankenkasse nur in Ausnahmefällen erfolgen. Grund dafür ist eine seit vielen Jahren existierende massive Unterversorgung der Therapeuten mit Kassensitz, so dass die Versicherten oft monatelang auf einen Therapieplatz warten müssen.

 

Die Bundespsychotherapeutenkammer hält jedoch aus fachlicher Sicht Wartezeiten für eine Behandlung von mehr als drei Wochen für nicht vertretbar und Wartezeiten über drei Monate als generell nicht zumutbar. Grundsätzlich ist es nämlich die Aufgabe der Krankenkasse, rechtzeitig für die Behandlung Ihrer Versicherten zu sorgen.

 

Die "Notfallregelung bei Unterversorgung" (§13 Abs. 3 SGB V) besagt, dass bei unzumutbarer Wartezeit Ihre Krankenkasse die Behandlung bei einem nicht Kassenzugelassenen Therapeuten erstatten muss. Dieser Anspruch auf Kostenerstattung ist gesetzlich geregelt und gilt gegenüber allen gesetzlichen Krankenkassen. Dazu müssen Sie/wir die Übernahme der Kosten bei Ihrer Krankenkasse beantragen.

Notwendige Schritte in der Kostenerstattung sind:

1. Anruf bei der Krankenkasse

Rufen Sie bei dem/der für Sie zuständigen Sachbearbeiter/in Ihrer Krankenkasse an und fragen Sie, wie Sie am besten erfolgreich einen Antrag auf außervertragliche Kostenerstattung für Psychotherapie stellen können. Erkundigen Sie sich, welche Unterlagen zur Antragstellung erforderlich sind.

 

2. Psychotherapieablehnungen sammeln und fehlenden Therapieplatz nachweisen

Ist Ihre Krankenkasse prinzipiell zur Kostenübernahme bereit, kontaktieren Sie mindestens 5, manche Kassen fordern 10, Therapeuten mit Kassenzulassung. Notieren Sie sich Name, Datum, Uhrzeit und Ergebnis des Telefonats. Fragen Sie nach, wann der Beginn einer Behandlung und nicht nur ein Erstgespräch stattfinden kann. Meistens führt ein Erstgespräch nur zur Aufnahme auf die monatelange Warteliste! Wichtig ist es daher, unbedingt zu klären, wann der eigentliche Therapiebeginn erfolgen kann!

 

3. Konsiliarbericht

Vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrem Arzt (z. B. Hausarzt). Über die Erstellung des sogenannten „Konsiliarbericht“ bescheinigt der Arzt, dass unabhängig von der medizinischen Behandlung eine Psychotherapie indiziert ist. Außerdem wird von den Krankenkassen der Nachweis gefordert, dass ein Arzt die Aufnahme einer zeitnahen (!) Psychotherapie befürwortet.

 

Weitere Informationen zur Kostenerstattung finden Sie in der Broschüre der Bundespsychotherapeutenkammer.

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